Niedersachsens Gartenfreunde tagten in Wilhelmshaven

Joachim Roemer löst Hans-Jörg Kefeder als Präsident ab

 

Der Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde (LNG) hat am Wochenende auf seinem 7. Verbandstag ein neues Präsidium gewählt. Der Dachverband von rund 27.000 organisierten Kleingärtnern wird in den nächsten 3 Jahren von Joachim Roemer geführt.

Der 60-jährige Lüneburger löst Hans-Jörg Kefeder aus Delmenhorst ab, der den Vorsitz sechs Jahre innehatte.

 

Joachim Roemer wird unterstützt von Wolfgang Schünemann (Vizepräsident, Hameln), Burkhard Balkenhol (Schriftführer, Celle), Joachim Lampe (Schatzmeister, Hildesheim), Miriam Soboll (Landesgartenfachberaterin, Hannover) und den Vorstandsmitgliedern Manfred Ebs (Cuxhaven) und Peter Kahle (Göttingen).

Der Vorstand nimmt die Interessen der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner wahr, die in rund 250 Vereinen von Wilhelmshaven bis Göttingen und von Osnabrück bis Lüneburg zusammengeschlossen sind.

 

Auf einem Festakt würdigten Bürgermeister Holger Barkowsky für die Stadt Wilhelmshavens, MdL Holger Ansmann für die niedersächsische Landesregierung und der ehemalige Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen für die CDU-Landtagsfraktion die Leistungen der niedersächsischen Gartenfreunde.

Sie betonten die besondere Bedeutung des Kleingartenwesens für eine soziale Stadt. Die Kleingärtner leisten einen wichtigen Beitrag bei der Integration von Menschen anderer Nationen. Sie schaffen attraktive Naherholungsorte im städtischen Grün und steigern so die Lebensqualität in vielen Städten und Gemeinden.

Immer mehr wird der ökologische Wert der Kleingartenanlagen erkannt. Bei der Artenvielfalt stehen sie an vorderster Stelle der Grünflächen in Stadt und Land. Für Bienen und viele andere Insekten sind sie ein unverzichtbarer Lebensraum.

Viele Schulen und Kindertagesstätten haben in Kleingärten ein grünes Klassenzimmer eingerichtet. Inklusion wird an vielen Orten betrieben Flüchtlinge werden unterstützt.

 

Die gärtnerische Nutzung hat in den Kleingärten nach wie vor einen besonderen Stellenwert. Der Anbau von gesundem Obst und Gemüse steht hoch im Kurs. Die Vielfalt in den Gärten ist durch Kräuter, essbare Blüten, Wildfrüchte, Stauden und Sommerblumen unübertroffen.

 

Der LNG kümmert sich besonders um die fachliche Betreuung seiner Mitglieder. Die Gartenfachberatung schult zu vielen Themen, so zum biologischen Pflanzenschutz, zum Gehölzschnitt und zum Anbau geeigneter Sorten unter Beachtung des Klimawandels. Vorstände werden durch spezielle Veranstaltungen zur Vereinsführung, zum Pachtrecht und zu Versicherungsthemen fit gemacht.

In der Öffentlichkeit wirkt der Landesverband zum Beispiel durch Präsentationen auf Landes- und regionalen Gartenschauen sowie Wettbewerben zum Thema Gärten im Städtebau.

 

Joachim Roemer blickt optimistisch in die Zukunft: „Das Kleingartenwesen hat eine 200-jährige Tradition und große Bedeutung für die Zukunft. In Städten und Gemeinden nimmt die Nachfrage nach Gärten zu. Kleingartenanlagen als öffentliche Orte der Erholung und Kleingärten als Raum zur individuellen Gestaltung und Nutzung sind unverzichtbar. Kleingärtnervereine sind fester Bestandteil gelebter aktiver Bürgerkultur, Orte der Integration, des sozialen Miteinanders. Sie sind wichtig als Lernort in der Jugend und gesundheitsfördernd bis ins hohe Alter.“

Niedersachsen – eine Erfolgsbilanz

Die Leistungen der niedersächsischen Gartenfreunde strahlen in das gesamte Bundesgebiet. Beispielhaft ist das Projekt SchreberKunst in Oldenburg, für das der Verein mit dem Kinderhabenrechtepreis 2014 ausgezeichnet wurde. Nachahmenswert ist das Engagement der Lüneburger Gartenfreunde bei der Integration von Flüchtlingen in der Hansestadt. Ausgezeichnet wurden die Gartenfreunde Bockfeld in Hildesheim mit Gold beim Bundeswettbewerb Gärten im Städtebau 2014.

Drei Beiträge, stellvertretend für viele Weitere, die die Bedeutung des Kleingartenwesens in Niedersachsen eindrucksvoll belegen.

 

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