LNG - 20 Jahre im Zeichen der Küchenschelle

Aktiver Partner für über 26.000 Kleingärtner in Niedersachsen

Der Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. (LNG) besteht 20 Jahre. Im Jahre 1996 erfolgte die Neugründung. Zu dieser Zeit ging eine ungewisse Zukunft zu Ende. Der bisherige Verband, der Landesverband Niedersachsen der Kleingärtner, hatte sich aufgelöst. Nach dem Fortfall der Fördermittel des Landes reichte das Geld für die Finanzierung der Aufgaben und insbesondere der hauptamtlich besetzten Geschäftsstelle nicht mehr aus.

Neugründung im Jahr der Küchenschelle

Die Neugründung des Landesverbandes wurde zügig vorbereitet. Das neue Logo des Verbandes zeigt die Küchenschelle – Blume des Jahres 1996 mit der Abkürzung des Verbandsnamen LNG. Engagierten Gartenfreunden war es zu verdanken, dass aus einem Abschied ein Neuanfang wurde. Sie gründeten zunächst einen Arbeitskreis und bereiteten die Neugründung vor. Maßgeblich daran beteiligt waren unsere früheren Präsidenten Dr. Johann B. Walz und Hans-Jörg Kefeder.

Am 2. März 1996 wurde dann der Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. aus der Taufe gehoben. Am 31. Oktober waren die Bezirksverbände Delmenhorst und Umgebung, Friesland, Hannover (Stadt), Hildesheim, Holzminden und Umgebung, Lehrte, Osnabrück und Rotenburg sowie die Kleingärtnervereine Osterholz-Scharmbeck, Cluventhal und Stadthagen Mitglieder im LNG. Mit Jahresbeginn 1997 kamen die Bezirksverbände Alfeld, Celle, Cuxhaven, Hameln, Lüneburg, Oldenburg-Ammerland und der KGV Nienburg/Weser hinzu. Dann die Bezirksverbände Hannover-Land und Wolfsburg und Umgebung, Göttingen, Walsrode, Wesermarsch, Wilhelmshaven sowie die Kleingärtnervereine Diepholz, Rüstringen (Wilhelmshaven) und Achim. Der Bezirksverband Hannover (Stadt) schied später wieder aus.

Heute vertritt der LNG über 26.000 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde mit ihren Familien zwischen Wilhelmshaven und Göttingen, zwischen Osnabrück, Lüneburg und Wolfsburg. 26 Verbände und direkte angeschlossene Vereine mit insgesamt 273 Kleingärtnervereinen gehören dem LNG an.

Im neuen Verband wurde zunächst ausschließlich ehrenamtlich gearbeitet. Es gab keine Geschäftsstelle. Das war das erklärte Ziel der Gründungsmitglieder. In der Märzausgabe 1996 der Verbandszeitschrift – damals noch „Deutscher Kleingärtner“ – war zu lesen: „Der neue Verband verzichtet vorerst auf die Einrichtung einer Geschäftsstelle mit hauptamtlichen Angestellten. Alle Arbeiten werden von den Vorstandsmitgliedern in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden erledigt.“ Gewünscht war auch eine „Regionalisierung“ der Vorstandsmitglieder und der Verbandsarbeit, um die Interessen aller Mitglieder im weiten Lande zu integrieren. Und: „Die Beiträge werden für die Verbandsarbeit und nicht mehr nur zur „Selbstverwaltung der Organisation“ verwandt. Das hat bis heute so Bestand.

Erst im Jahre 2001 wurde nach der Einweihung des neuen Verbandshauses in der Grethe-Jürgens-Straße in Hannover eine Mitarbeiterin, heute Brigitte Steckert, in Teilzeit eingestellt. Sie koordinierte zunächst die eingehende Post und verwaltete die Unterlagen. Im Verbandshaus konnten von nun an auch die Sitzungen des Vorstands abgehalten werden. Die heute sieben Vorstandsmitglieder führen weiterhin den Verband ehrenamtlich. Auf eine hauptamtliche Geschäftsführung wird weiter verzichtet. Einmal monatlich werden die Aufgaben besprochen und verteilt.

Der Verband bewältigt im Jahresverlauf ein umfangreiches Programm. Von Anfang an gehörte die Schulungsarbeit zu den wichtigsten Angeboten. In Grundlagen-, Themen- und Wochenendseminaren werden Vorstandsmitglieder und interessierte Mitglieder geschult. Jahr für Jahr nehmen 250 bis 300 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde an den Seminaren teil. Fachkundige Referenten, zum Teil aus den Reihen des Verbandes, vermitteln alles Wissenswerte aus den Bereichen Entwicklung des Kleingartenwesens, Vorstandsarbeit, Kasse, Revision, Mitgliederführung und -verwaltung, Pachtangelegenheiten, Pressearbeit und Fachberatung.

Zum Leistungsangebot gehören Versicherungen, die für Vereine und Mitglieder wichtig sind. Hierzu hat der LNG Rahmenverträge abgeschlossen und bietet so maßgeschneiderte Leistungen günstig an. Die Versicherungsangelegenheiten werden vorwiegend in der Geschäftsstelle bearbeitet.

Hohe Priorität haben die Betreuung und die Beratung der Verbände und der angeschlossenen Vereine. Neben den zweimal jährlich stattfindenden Gesamtvorstandssitzungen fahren die LNG-Vorstandsmitglieder zu Verbandstagen, Jubiläen oder wichtigen Anlässen. Mitgliederinformation steht ebenso ganz oben auf der Agenda. Monatlich wird im Gartenfreund über die Verbandsarbeit und über relevante Themen des Kleingartenwesens berichtet, umfangreich ergänzt durch die Beiträge der Verbände und Vereine. Umfangreiche Informationen werden im Internet bereitgestellt.

Der Landesvorstand nimmt die Interessenvertretung im Verbandsgebiet gegenüber der Landespolitik wahr. Dabei steht die Zukunft des Kleingartenwesens im Focus. Der Erhalt der Kleingartenanlagen ist ebenso Thema wie eine zeitgemäße kleingärtnerische Nutzung und Belange der Ver- und Entsorgung.

Die Außendarstellung des Verbandes ist eine weitere zentrale Aufgabe. Dazu gehören die Durchführung regelmäßiger Landeswettbewerbe, die Präsenz auf überregionalen Veranstaltungen, zum Beispiel Gartenschauen, aber auch die Herausgabe von Informationsmaterial über die Themen des Kleingartenwesens. So wurden in 28 Heften der gelben Schriftenreihe Ergebnisse der Wochenendseminare und der Wettbewerbe für jedermann nachlesbar dokumentiert.

Damit sind noch nicht alle Aufgaben und Tätigkeiten aufgezeigt. Es wird aber deutlich, dass der Verband eine wichtige Position im Land Niedersachsen im Interesse seiner Mitglieder wahrnimmt.

Über die zwanzig Jahre hat sich der LNG zu einer festen Größe im Land entwickelt. Die Neustrukturierung und die Entscheidung über das Leistungsspektrum waren richtig und wichtig. Sie haben dazu geführt, dass der Verband heute gefestigt dasteht und ein verlässlicher und unverzichtbarer Partner der niedersächsischen Kleingärtner ist. J.R.

 

Statistisches zu unserem Verband

Gegründet am 03.02.1996 in Hannover.

Sitz des Verbandes: Hannover
Geschäftsstelle: Grethe-Jürgens-Straße 7, 30655 Hannover
26 Mitglieder, davon 19 Bezirks- oder Kreisverbände und 7 angeschlossene Vereine
Vereine: 273

Organisatorischer Aufbau des LNG: Verbandstag, Gesamtvorstand und Vorstand

Der Landesverband gehört dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) – www.kleingarten-bund.de - an, in dem gut eine Million Parzellenbesitzer über 20 Landes- und 320 Regionalverbände mit rund 15.000 Vereinen organisiert sind. Während dort die „große Politik“ der Kleingärtner in Berlin gemacht wird, versuchen wir von unserer Geschäftsstelle in Hannover die Aufgaben und Ziele der Gartenfreunde in Niedersachsen zu verfolgen.

Ziele, Aufgaben und Arbeitsweise des Verbandes

Die Ziele des LNG ergeben sich aus der Satzung des Verbandes.

In § 2 unter Ziffer 1 ist der Zweck des Verbandes wie folgt beschrieben:

  • die Förderung des Kleingartenwesens, die Gestaltung der Freizeit und Erholung durch gärtnerische Betätigung sowie eine umweltfreundliche Gestaltung von Wohngebieten im Lande Niedersachsen.
  • die Förderung von Kleingartenanlagen in Grünzonen sowie die Zuordnung zu Wohngebieten und ihre Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Allgemeinheit im Lande Niedersachsen. Die Verfolgung der Belange eines zeitgemäßen Kleingartenwesens in sozialpolitischer und städtebaulicher Hinsicht, die Mitwirkung bei der Schaffung und der Erhaltung von Kleingärten und der Förderung des Kleingartenwesens, insbesondere bei der Bereitstellung von Kleingärten in ausreichendem Umfang für die Bevölkerung durch entsprechende Gestaltung der Stadt- und Raumplanung.
  • die Förderung des Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutzes i.S.d. § 3 Abs. I BKleingG
Banner LNG 26_05_2015_1