Landeswettbewerb Gärten im Städtebau 2009
…. und der Gewinner ist der Kleingärtnerverein Wathlingen
aus dem Bezirksverband Celle
Der Verein hat sich beim diesjährigen Landeswettbewerb innerhalb des Landesverbandes Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. gegen acht Mitbewerber aus Hildesheim, Hameln, Osnabrück, Syke, Oldenburg und Lüneburg durchgesetzt.
Auf dem Festakt in Hannover zeichnete der Schirmherr des Wettbewerbs,
Herr Minister Hans-Heinrich Ehlen, den Verein mit Gold aus, der nun am Bundeswettbewerb 2010 teilnimmt.
Minister Ehlen würdigt die Leistungen der Vereine
„Die Kleingartenanlagen sind mit ihrer Gestaltungs- und Strukturvielfalt die grünen Lungen der Städte und Kommunen.“ Betonte der Minister in seinem Grußwort.
„Hinzu kommen neben den ökologischen auch die sozialen und pädagogischen Effekte, so dass mit Recht festgehalten werden kann:
Es ist eine große Wirkung, die viele kleine Gärten entfalten und sie ist nur durch den unermüdlichen Einsatz der Gartenfreundinnen und Gartenfreunde zu erreichen. Im Rahmen des Landeswettbewerbs werden diese Leistungen gewürdigt und honoriert.
Der Niedersächsische Landeswettbewerb 2009 hat ganz klar dazu beigetragen, den Gedanken des Kleingartenwesens in der Öffentlichkeit positiv darzustellen und das Bewusstsein für die Bedeutung des Kleingartenwesens als gesellschaftliche Aufgabe zu verbreiten.
Das lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.“
Dem Kleingärtnerverein Wathlingen wünschte der Minister viel Erfolg für die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2010
.
In der Urteilsbegründung der Jury hieß es:
Ihr gemeinsamer Slogan ist, "Vier Partner, nicht nur für den Landeswettbewerb".
Vielleicht liegt es daran, dass in ländlichen Regionen das Wort "Gemeinschaft" noch eine andere Bedeutung hat. In herausragender Weise war zu spüren, dass hier alle an einem Strang ziehen.
Die Einbindung der Kleingartenanlage in das Schul- und Sportzentrum Wathlingens, die enge Kooperation mit Schule und Kindergarten und letztlich die gemeinsam finanzierte Umgestaltung des Eingangsbereiches sind Beispiele, dass es hier in vielfacher Hinsicht harmoniert.
Ganz selbstverständlich hat es die Gemeinde übernommen, die umfangreiche Dokumentation zum Wettbewerb zu erstellen und dabei den Verein, den Bezirksverband und die Kommune mit ihren gesellschaftlichen Aktivitäten gleichermaßen herausgestellt.
Mit einem Cent je Quadratmeter fällt die Pacht eher symbolisch aus und ist daher für Jedermann finanzierbar.
Vorbildlich auch die zentrale Versorgung mit Brauchwasser über eine vereinseigene Bohrung - dieses spart kostbares Trinkwasser - und die allen zugängliche Gemeinschaftstoilette am Vereinshaus.
Das überaus positive Gesamtbild wird abgerundet durch eine harmonische Gemeinschaft zu der ein 25 %iger Anteil an Migranten und viele junge Familien mit ihren Kindern gleichermaßen beitragen.

Hervorragende Leistungen aller Teilnehmer
Aber auch alle anderen teilnehmenden Vereine haben herausragendes geleistet.
Der mit Silber ausgezeichnete Kleingärtnerverein (KGV) Am Brösselweg, Hameln bestach durch großzügige Freiflächen, einen großzügigen Wanderweg mit Ausblick ins Wesertal, hervorragend gestalteten Gärten und einem Insektenhotel der Kategorie *****!
Ebenfalls mit Silber ausgezeichnet wurde der KGV Am Zeltberg aus Lüneburg. Er zeigte vorbildlich, wie in Kooperation mit einer Trägereinrichtung arbeitslose Jugendliche wieder in ein geregeltes Leben zurückgeführt werden können. Dabei ist der Verein alleine bereits eine Attraktion in der Lüneburger Kleingartenlandschaft, in der besonders die Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung der Stadt, dem Bezirksverband und den Vereinen beispielhaft sind.

Auf den weiteren Plätzen erhielten Bronze:
Gartenfreunde Blauer Kamp e.V., Hildesheim
Gartenfreunde Güldenfeld e.V., Hildesheim
Kleingärtnerverein West e.V., Anlage Blumenhalle, Osnabrück
Kleingärtnerverein Friedeholz e.V., Syke
Kleingärtner-Verein Bürgerfelde e.V., Anlage Bullwisch- Hartmann, Oldenburg
Kleingärtnerverein Moldenweg e.V., Lüneburg

Niedersachsen Kleingartenanlagen sind Spitze!
Der eigentliche Gewinner des Wettbewerbs ist das Kleingartenwesen in Niedersachsen.
Alle Teilnehmer haben gemeinsam bewiesen, dass das niedersächsische Kleingartenwesen mit seinen sozialen, ökologischen und städtebaulichen Leistungen absolut den heutigen gesellschaftspolitischen Anforderungen gerecht wird.
Offene Anlagen, hervorragende Einbindung in das städtische Umfeld, Kooperationen mit Schulen, engagierte Fachberater, gemeinsame Feiern mit Migranten – es fehlte an Nichts!

Hohe Hürden für Wathlingen im Bundeswettbewerb
Die Gewinner aus Wathlingen erwarten jetzt den Besuch der Bundesbewertungskommission im Frühsommer 2010. Dann heißt es gegen 26 Anlagen aus ganz Deutschland zu bestehen.
Dann geht es wie im Landeswettbewerb um die Erfüllung der Wettbewerbsleistungen, die nach folgenden Kriterien beurteilt werden:
- städtebauliche Einordnung, Entwicklung und Sicherung der Kleingartenanlage, ihre Planung, Gestaltung und Ausstattung,
- gesellschaftliche Funktion des Kleingärtnervereins im Sinne sozialer Nachhaltigkeit,
- ökologische und stadtklimatische Funktion der Kleingartenanlage im Rahmen ökologischer Nachhaltigkeit,
- Projekte im Verein / in der Kleingartenanlage, die im Sinne der "Sozialen Stadt" als beispielhaft gelten können,
- Gestaltung und Nutzung der Einzelgärten sowie ihre Bedeutung für die Gartenkultur,
- Qualität und Kreativität der Präsentation der Kleingartenanlage bei Besichtigung durch die Landesbewertungskommission.

Bewertet werden die Kleingartenanlagen zum Beispiel nach folgenden Details:
Städtebauliche Einordnung, Entwicklung und Sicherung der Kleingartenanlage, ihre Planung, Gestaltung und Ausstattung:
Ist das Kleingartenwesen Gegenstand allgemeiner Stadtentwicklungspolitik?
Wie ist die Kleingartenanlage in die städtebauliche Struktur und in das Grünflächennetz der Stadt / Gemeinde und eingebunden?
Ist die Kleingartenanlage als Grünraum öffentlich zugänglich?

Gemeinsamer Wettbewerb der Städte / Gemeinden, Verbände und Vereine
Die teilnehmenden Vereine kämpfen nicht alleine. In dem städtebaulichen Wettbewerb wird großen Wert auf die Zusammenarbeit des Vereins mit ihrer Kommune und dem zuständigen Stadt- oder Bezirksverband gelegt.
Nur gemeinsam können die Partner im Wettbewerb erfolgreich sein.
Die Gewinner im Bundeswettbewerb erwarten Preise:
Die Preisträger werden mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet.
Darüber hinaus werden Preise in einer Gesamthöhe von 10.000 Euro ausgeschüttet.
Der erste Platz wird mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000,00 Euro, der zweite Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro, der dritte Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und die Plätze vier bis acht mit einem Preisgeld von je 500,00 Euro honoriert.
Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Schlussveranstaltung im Oktober 2010 statt.

Anhang: Bewertet werden die Kleingartenanlagen nach folgenden Details:

Städtebauliche Einordnung, Entwicklung und Sicherung der Kleingartenanlage, ihre Planung,Gestaltung und Ausstattung:
Ist das Kleingartenwesen Gegenstand allgemeiner Stadtentwicklungspolitik? Wie ist die Kleingartenanlage in die städtebauliche Struktur und in das Grünflächennetz der Stadt/Gemeinde eingebunden? Ist die Kleingartenanlage als Grünraum öffentlich zugänglich?
Ist die Anlage im Sinne einer Mischung aus privat und öffentlich genutztem Grün gestaltet und ausgestattet?
Gesellschaftliche Funktion des Kleingärtnervereins im Sinne sozialer Nachhaltigkeit:
Werden Generationen, Nationalitäten und Bürger unterschiedlicher Herkunft und sozialer Milieus in den Verein und seine Arbeit integriert? Wie reagieren Kommune und Kleingärtnerorganisation auf die Auswirkungen des demografischen Wandels in der Region?

 

Ökologische und stadtklimatische Funktion der Kleingartenanlage im Rahmen ökologischer Nachhaltigkeit:

Entspricht die Kleingartenanlage in ihrer Ausstattung, ihrer Bewirtschaftung und ihrem Pflegezustand den Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit? Dies umfasst Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, Beiträge zum Klimaschutz, die Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen sowie einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Projekte im Verein/in der Kleingartenanlage, die im Sinne der „Sozialen Stadt“ als beispielhaft gelten können:
Existieren im Verein/in der Kleingartenanlage Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag im Sinne der „Sozialen Stadt“ leisten? Beteiligt sich der Verein an sozialen Aufwertungsstrategien als Ergänzung zu baulichen und grünplanerischen Entwicklungsmaßnahmen, um die Lebens- und Wohnbedingungen in Stadtquartieren zu stabilisieren und zu verbessern?
(Das können zum Beispiel Tafelgärten, Lehr- und Schulgärten, Kooperationen mit sozialen Einrichtungen/Vereinen oder Angebote zur Integration von Menschen verschiedener Herkunft und sozialer Milieus sein).
Gestaltung und Nutzung der Einzelgärten sowie ihre Bedeutung für die Gartenkultur:
Wie sind die Einzelgärten gestaltet und wie werden sie gärtnerisch genutzt? Welchen Beitrag leisten die Kleingärtner zum Erhalt der Gartenkultur? Werden die Prinzipien der „Guten fachlichen Praxis“ und einer naturnahen Bewirtschaftung realisiert? Kommen umweltverträgliche Materialien und Verfahren bei der Parzellennutzung zum Einsatz? Wie hoch ist der Grad der Flächenversiegelung?

Qualität und Kreativität der Präsentation der Kleingartenanlage bei Besichtigung durch die Bundesbewertungskommission:
Eine gute fachliche Präsentation der Kleingartenanlage vor Ort am Tag der Besichtigung wird ebenfalls bewertet.

 

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