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Und es ist GOLD

 

Bockfelder Gartenfreunde jubeln beim Bundeswettbewerb

 

 

Kaum ausgesprochen gab es standing ovation. Dreißig mit nach Berlin gereiste Gartenfreunde, allen voran Ortsbürgermeister, Erhard Paasch applaudierten enthusiastisch, als Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder, Bezirksvorsitzender Hans-Joachim Handelmann und vor allem der stellvertretende Vereinsvorsitzende Jürgen Siehl die Bühne betraten.

Im großen Saal des Maritim proArte Hotels an der Friedrichstraße erhielten sie herbeigesehnte Gold-Auszeichnung vor rund 900 Gästen aus der Bundesrepublik.

 

Walter Wallott, Pressesprecher des Bezirksverbandes Hildesheimer Gartenfreunde hatte es geahnt. Stolz hielt er seine Pressemitteilung hoch, auf der er das Ergebnis vorausgesagt hatte.

 

Der Auszeichnung durch den Staatssekretär beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Florian Pronold und dem Präsidenten des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde Peter Paschke war ein langes Warten vorausgegangen.

Im Juli hatte die siebenköpfige Jury unter der Leitung von Bundesfachberater Jürgen Sheldon den Hildesheimer Verein besucht. 3500 Kilometer fuhren die Juroren durch die Republik um an 27 Orten 30 Anlagen zu besichtigen.

Hildesheim war die vorletzte Etappe. Die gute Platzierung deute sich an, als einer der Juroren beim Abschied sagte, er hätte sich nach allen bis dahin gezeigten Leistungen kaum noch eine Steigerung vorstellen können.

 

Entsprechend hoffnungsvoll hatte sich die Gruppe am Morgen des Festaktes auf den Weg nach Berlin gemacht.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer zeigte sich zuversichtlich. „Ich rechne mit einem guten Ergebnis, habe eine positive Empfindung. Der Verein ist hochmotiviert.“ Er sei mit hohen Erwartungen angereist. Vom Bezirksverband und dem Verein Gartenfreunde Bockfeld sei sehr überzeugt. Auch die lobenden Worte der Jury am Ende der Besichtigung machten ihm Hoffnung. Dem schloss sich LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder an, der dem Verein beide Daumen drückte.

„Von allen Seiten bin ich angesprochen worden, wurde uns Mut gemacht. Der Frisör, die Sparkassenangestellten, alle wünschten uns Glück. Da musste es doch einfach klappen!“ Walter Wallott wollte keine andere Auszeichnung gelten lassen.

Weniger euphorischer war Jürgen Siehl. Als zweiter Vorsitzender hatte er den Verein an die Spitze des Landeswettbewerbs 2013 und durch den Bundeswettbewerb geführt. „Ich weiß, dass die Mitbewerber sehr stark sind. Schließlich ist es ein Bundeswettbewerb. Wir gehören zu den 30 Teilnehmern von über 15.000 Kleingärtnervereinen in Deutschland. Da wäre ich auch mit Silber zufrieden.“

Und noch einer hoffte auf Gold, Hildesheims Bezirksvorsitzender Hans-Joachim Handelmann. „Zweimal haben wir Silber gewonnen, einmal Bronze. Da muss es doch einmal klappen!“ Aber letztlich sei er mit jedem Ergebnis zufrieden, denn: „eine Medaille in der Deutschen Meisterschaft der Kleingärtner ist immer ein tolles Ergebnis!“

Die Hoffnungen auf Gold sollten sich bestätigen.

Begonnen hatte der Tag mit einer Präsentation der Sponsoren des Wettbewerbs im Foyer vor dem Festsaal. Drinnen füllten sich die Plätze. Ein großes Plakat wies jedem Verein den Weg. Ganze Busladungen waren vor dem Hotel vorgefahren. Die Kennzeichen aus Dortmund, Cottbus, Nürnberg, Donau-Eschingen, Saarbrücken oder Kassel machten deutlich, dass sich hier das bundesdeutsche Kleingartenwesen versammelte.

Nach einem musikalischen Auftakt begrüßte BDG-Präsident Peter Paschke die Gäste. 25 Minuten hatte das Programm dafür vorgesehen. Ein Hinweis darauf, dass viele Vertreter aus Politik und Verwaltungen mit den Verbänden und Vereine angereist waren

Peter Paschke betonte die Leistungen der Jury, bei Wind und Wetter konzentriert durch die Anlagen zu gehen und ihre gerechte Bewertung vorzunehmen.

Aber noch mehr hob er das Engagement und die tollen Darbietungen der 30 Teilnehmer hervor. Ohne Sie würde der Wettbewerb gar nicht stattfinden. „Ihnen gilt mein ganz besonderer Dank!“ Sagte Paschke.

Viele lobende Worte fand auch der parlamentarische Staatssekretär im BMUB. Selber in dem dörflichen Ort Landau an der Isar in Bayern wohnend, musste er das Kleingartenwesen erst wertschätzen lernen. „Wir hatten alle einen Hausgarten.“ Aber in vielen Gesprächen mit dem BDG-Präsidium und Besuchen in Vereinen habe er das Leistungsspektrum erfahren. Für ihn habe die Bedeutung des Kleingartenwesens mit der Diskussion um die städtebauliche Entwicklung erheblich zugenommen. „Grün in die Städte zu bekommen ist eines der städtebaulichen Ziele. Sie erfüllen dieses bereits seit Jahrzehnten“, lobte er.

„Ich weiß ihr persönliches Engagement sehr zu schätzen und muss Ihnen ausdrücklich dafür danken, werde doch sonst Lob, auch in eigenen Reihen, oft nur in homöopathischen Dosen verabreicht.“ Einer, auch finanziellen, Unterstützung aus meinem Haus, so Pronold, der für seine Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks gekommen war, können Sie sich sicher sein. „Den hohen Stellenwert, den Sie in der Bundespolitik genießen, können Sie auch an der finanziellen Unterstützung des Wettbewerbs und der Abschlussveranstaltung sehen.“ Dabei werde das Geld nicht für die Veranstaltung ausgegeben, sondern dafür, dass hier sehr viele Menschen geehrt werden.

„Das Kleingartenwesen“, so Pronold, ist ein alltäglicher Beweis dafür, dass unsere Gesellschaft zusammenhält.

Bevor die Auszeichnung der Preisträger im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne ging, überbracht Dr. Malou Weirich, Generalsekretärin des Office International, die Grußworte der europäischen Kleingärtnerbewegung. Sie fasste noch einmal die vielen gesellschaftlichen Leistungen der Gartenfreunde in Europa zusammen. „Seit über 90 Jahren teilen wir in unserem Verband gemeinsame Freude und gemeinsame Sorgen. Dran knüpft auch der Slogan des Wettbewerbs „Gemeinsam gärtnern – gemeinsam wachsen“.

In einem launigen Vortrag beschrieb Bundesfachberater Jürgen Sheldon die Wettbewerbsbedingungen und die Erlebnisse der Jury auf der Rundfahrt. „Immer wieder Würstchen und belegte Brötchen waren Garant für die gute Laune. egal, ob im strömenden Regen oder bei 30 Grad im Schatten.“ Sheldon stellte den Bundeswettbewerb als wichtigsten Ideen-Wettbewerb zur urbanen Gartenkultur dar, einer Art deutsche Meisterschaft.

 

Dann begann das große Bangen. Armin Matzke dirigierte gewohnt locker die Vertretungen auf die Bühne. Links herauf, die Auszeichnung entgegennehmen, kurzes Fotoshooting und dann rechts wieder herunter. Die nächste Gruppe wartet schon. Nach gut einer Stunde war es vollbracht. Jeweils vier Vertreter durften die begehrte Auszeichnung aus der Hand von Florian Pronold und Peter Paschke entgegen nehmen. Einer von der Kommune, einer vom Landesverband, einer vom Bezirk und einer vom Verein. Für Hildesheim marschierten Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder, Hildesheims Bezirksvorsitzender Hans-Joachim Handelmann und der zweite Vorsitzende der Gartenfreunde Bockfeld Jürgen Siehl auf die Bühne.

Auf dem Weg nach oben hörten Sie die Worte: „Und es ist Gold.“ Der Jubel der Vier und der mitgereisten Hildesheimer kannte keine Grenzen.

J.R.

 

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„Hier steht alles drin.“ Jürgen Sheldon brachte einen dicken Ordner mit aus Rednerpult

 

Es ist Gold: Florian Pronold (li) und Peter Paschke (re) überreichten die Auszeichnung an (v.l.) Dr. Ingo Meyer,
Hans-Joachim Handelmann, Jürgen Siehl und Hans-Jörg Kefeder

Er ahnte es voraus: Walter Wallott, Pressesprecher der Hildesheimer Gartenfreunde

Der Jubel kannte keine Grenzen. Standing ovation bei den mitgereisten Hildesheimern

 

Gespannte Erwartung: Mitgereiste Hildesheimer Gartenfreunde mit Ortsbürgermeister Erhard Paasch (vorne)

Strahlende Sieger: Die Hildesheimer Gartenfreunde mit Dr. Ingo Meyer, Erhard Paasch und Hans-Jörg Kefeder

 

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