Seit dem ersten März 2010  gelten die neuen Schutzbestimmungen für Gehölze. Diese Schutzzeiten  haben auch Einfluss auf den Kleingärtner.
Hier der entsprechende Paragraf aus dem Bundesnaturschutzgesetz:

§ 39 Abs. 5 Satz 2
Es ist verboten ....


2. Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder  gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune,  Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30.  September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind  schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der  Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen,

Das bedeutete konkret, dass auch im eigenen Garten von März bis Oktober Hecken und Gebüsche nicht gerodet oder stark verjüngt (auf den Stock setzen = Verjüngungsschnitt bis zum Stamm auf etwa 50 Zentimeter) werden dürfen. Der Grund dafür ist einfach der, dass in diesem Zeitraum Sträucher und Hecken vielfach von den Vögeln genutzt werden.

Wenn Sie also einen starken Rückschnitt für große Sträucher, Büsche oder  Hecken planen, so sollten Sie den Zeitpunkt dafür zum Schutz der  Vogelbrut von Oktober bis Februar wählen.

Ein reiner Formschnitt (nur das wegschneiden, was in diesem Jahr dazu gewachsen ist) ist jedoch erlaubt

Diese Schutzbestimmung gilt nicht für Bäume, die auf den Parzellen stehen.  Denn der Kleingarten ist eine gärtnerisch genutzte Grundfläche und damit entfällt hier der Schutz der Bäume.

(Text aus www.horto.de)

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