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  • Landeswettbewerb Gärten im Städtebau 2013

für Kleingartenanlagen der Städte und Gemeinden und ihre kleingärtnerischen Organisationen

Motto: „Gemeinsam gärtnern – gemeinsam wachsen“

Der niedersächsische Landeswettbewerb Gärten im Städtebau 2013 ist entschieden.

Gold für Hildesheim und Lüneburg

Die ersten beiden Plätze mit einer Auszeichnung in Gold für herausragende Leistungen erhielten

Verein Gartenfreunde Bockfeld e. V.

Bezirksverband Hildesheimer Gartenfreunde e. V., Stadt Hildesheim

Kleingärtnerverein Kirchsteig e. V.

Kleingärtner-Bezirksverband Lüneburg e. V., Hansestadt Lüneburg

Mit nur einem hausdünnen Vorsprung von 0,25 Punkten schafften die Gartenfreunde Bockfeld die Nominierung zum Bundeswettbewerb Gärten im Städtebau 2014.

Auf die weiteren Plätze kamen:

Kleingärtnerverein Deutsche Scholle e. V.

Bezirksverband Osnabrück der Kleingärtner e. V., Stadt Osnabrück

Kleingärtnerverein Heidkrug-Iprump e. V.

Bezirksverband der Gartenfreunde Delmenhorst und Umgebung e.V., Stadt Delmenhorst

Verein Gartenfreunde Ochtersum e. V.

Bezirksverband Hildesheimer Gartenfreunde e. V., Stadt Hildesheim

Verein Gartenfreunde Vier Linden e. V.

Bezirksverband Hildesheimer Gartenfreunde e. V., Stadt Hildesheim

Die Auszeichnung erfolgt am 23. November im 4-Generationen-Park in der Gemeinde Wathlingen im Beisein von über einhundert Vertretern der kleingärtnerischen Organisationen aus Niedersachsen und deren Kommunen.

Wathlingen hatte 2009 den Landeswettbewerb für sich entschieden und erfolgreich im Bundeswettbewerb 2010 abgeschnitten.

Die Urkunden überreichten Peter Kahle, Fachberater LNGHans-Jörg Kefeder, Präsident des Landesverbandes Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. und der Leiter der Wettbewerbsjury Joachim Roemer.

Der Landeswettbewerb Gärten im Städtebau wird alle vier Jahre ausgeschrieben. Der Gewinner nimmt ein Jahr später am gleichnamigen Bundeswettbewerb statt. Dieser Wettbewerb gilt als die Olympiade der Kleingärtner.

In seiner Begrüßung lobte Hans-Jörg Kefeder das Engagement der teilnehmenden Vereine. Er zitierte aus dem Grußwort, dass Landwirtschaftsminister Christian Meyer an die Teilnehmer gerichtet hatte:

„Dieser Wettbewerb stellt den Beitrag des Kleingartenwesens für eine lebenswerte, soziale Stadt in den Mittelpunkt. Er würdigt besondere städtebauliche, ökologische, gartenkulturelle und soziale Leistungen, mit denen Kleingärtnervereine über die Grenzen der Kleingartenanlage hinaus positive Impulse in das Wohnumfeld aussenden.

Der Niedersächsische Landeswettbewerb 2013 hat dazu beigetragen, den Gedanken des Kleingartenwesens in der Öffentlichkeit positiv darzustellen und das Bewusstsein für die Bedeutung des Kleingartenwesens als gesellschaftliche Aufgabe zu verbreiten.“

Minister Meyer dankte auch den Organisatoren, den Jurymitgliedern und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement im Kleingartenwesen und rund um den Landeswettbewerb 2013. Den ausgezeichneten Anlagen bzw. Kleingärtnervereinen gratulierte er herzlich und wünschte dem Sieger für die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2014 viel Erfolg!

Joachim Roemer stellte als Leiter der Jury die Anforderungen des Wettbewerbs heraus. Die Wettbewerbsleistungen wurden insbesondere nach folgenden Kriterien beurteilt:

Wie ist die Kleingartenanlage in die städtebauliche Struktur, in den Siedlungs- und Landschaftsraum der Stadt/Gemeinde eingebunden?

Welche gesellschaftlichen Funktionen erfüllt der Kleingärtnerverein?

Welche Projekte wurden und werden von den Kleingärtnern allein oder in Zusammenarbeit mit den Kommunen oder anderen Verbänden und Organisationen realisiert?

Ist die Kleingartenanlage naturgerecht und im Sinne der Nutzergemeinschaft gestaltet?

In welchem Umfang tragen Anpflanzungen und gärtnerische Gestaltung der Kleingartenanlage zur Verbesserung des Stadtklimas bei?

Wie sind die Einzelgärten gestaltet und wie werden sie gärtnerisch genutzt („Kleingärtnerische Nutzung“)?

 

Dabei war es wesentlich, dass die Kommunen, die kleingärtnerischen Dachorganisationen (Bezirksverbände) und die teilnehmenden Vereine sehr gut zusammenarbeiteten. Bewertet wurden die Leistungen aller: die städtebauliche Absicherung der Anlagen in den Bebauungsplänen, die Förderung des Kleingartenwesens durch die Kommune, die Betreuung der Dachverbände durch Schulung und Beratung und die Leistungen der Vereine sowohl für ihre Mitglieder, als auch für die Bevölkerung. Das konnten gemeinsame Veranstaltungen sein oder Schul-, Senioren, Integrationsprojekte, Lehrgärten, Biotope oder anderes.

Die Wettbewerbsjury:

Bernd Vogel aus Hannover, überregional als Sachverständiger, Fachberater, Wertermittler und vor allem als Gartenfreund geschätzt.

Olaf Armbruster als Vertreter des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Peter Kahle, Landesfachberater im LNG.

Joachim Roemer, Leiter der Jury und Vizepräsident des LNG.

Die Jury hatte die Anlagen im Sommer 2013 besichtigt und die Leistungen auf Herz und Nieren geprüft. Ihrer Beuteilung legten sie die von den Vereinen eingereichten umfangreichen Unterlagen zugrunde, machten sich ein persönliches Bild von der Anlage und befragten die Teilnehmer nach den Leistungen und den Vorhaben des Vereins.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs wurden in einer Broschüre zusammengestellt, die im Internet veröffentlicht wird: www.gartenfreunde-niedersachsen.de

Zu den mit Gold ausgezeichneten Vereinen heißt es dort:

Stadt Hildesheim; Bezirksverband Hildesheimer Gartenfreunde e.V.

Gartenfreunde Bockfeld e.V.

Die Lage der Kleingartenanlage ist optimal. Eingebettet in das Wohnumfeld verbindet sie die Stadt mit der freien Landschaft und sorgt so zugleich für eine Frischluftversorgung der Wohngebiete. Durch die hängige Lage der Anlage ergeben sich attraktive Blickbeziehungen. Etwas beschwerlich ist der Weg durch die Anlage auf der teilweise losen Deckschicht.

Besonders für Menschen mit Beeinträchtigungen ist eine Barrierefreiheit nicht gewährleistet. Der Verein plant hier kurzfristig eine Verbesserung herbeizuführen.

Mit nur fünf freien Gärten ist die Anlage gut belegt. Zunehmend junge Familien mit Kindern pachten Gärten in der Anlage, sodass sich der Altersdurchschnitt der Mitglieder mit 58 Jahren durchaus sehen lassen kann. Von den 156 Gärten ist rund ein Viertel von Frauen gepachtet. Sechs Nationen sind in der Anlage vereint.

Auffallend positiv ist das hohe soziale Engagement im Verein. Das zeigt sich durch das Schulgartenprojekt Gelbe Schule - hier bezahlt der Verein die Pacht - und durch die vielfältig nutzbaren gemeinschaftlichen Flächen, als Räume für Spiel, Begegnung und Ruhe.

Veranstaltungen wie Kinder- und Sommerfeste unterstützen das Angebot auch an die umliegende Bevölkerung. Die Streuobstwiese, der Imker im Verein, extensive Dachbegrünungen, der Verzicht auf den Einsatz von Herbiziden, aber auch die wenig versiegelten Wege zeigen, dass dem Verein ein nachhaltiges, naturnahes Kleingartenwesen wichtig ist.

Ein Aufenthalt in der Anlage wird zu einem kurzweiligen Erlebnis.

Hansestadt Lüneburg, Kleingärtner-Bezirksverband Lüneburg e.V.

Kleingärtnerverein Kirchsteig e.V.

Kleingärtnerverein Kirchsteig – immer für eine Idee gut. So könnte eine Kurzbeschreibung lauten.

Die Anlage im Lüneburger Stadtteil Kreideberg ist eine mit Leben gefüllte grüne Lunge. Ideenreich ist das Angebot des nach allen Seiten offenen Vereins. Wer Beispiele sucht, der wird fündig, angesichts dieser Auswahl: Bienengarten, Kinderparty-Garten, Kita-Garten, Japangarten, Tafelgarten, Sinnes-Oase und Zwergengarten.

Veranstaltungen des Vereins werden gut besucht. Das jährliche Kinderfest ist eine Attraktion im Stadtteil. Die mit Hecken eingefriedeten Gärten werden vielfältig kleingärtnerisch genutzt. Immer wieder wird beim Blick über den Gartenzaun die Kreativität der Mitglieder aus allen Altersgruppen sichtbar.

Die Wege mit wassergebundener Decke in der Anlage werden intensiv begangen, von Kindern auf dem Weg zu ihrer Kindertagesstätte oder Schule, von denen, die zum Einkaufen gehen und von den Aktiven auf dem Weg zu den angrenzenden Sportstätten.

Das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder ist mit 48 Jahren nahezu jugendlich. Das Interesse junger Familien an einem Garten wird sicherlich auch durch die Kinder unterstützt, die mit ihrer Kita oder Schule den öffentlichen Spielplatz und den Bolzplatz nutzen. Die positiven Erlebnisse in der Anlage werden den Wunsch nach einem eigenen Garten der Eltern nur fördern.

Gf-Bockfeld

Gartenfreunde Bockfeld (Hildesheim)
LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder, Bezirksvorsitzender Hans-Joachim Handelmann, Bürgermeisterin Ruth Seefels,
Fachberater Bernd Heinz, 2. Vorsitzender Jürgen Siehl, Pressesprecher Walter Wallott, Landesfachberater Peter Kahle, Juryvorsitzender Joachim Roemer.

Landeswettbewerb_Kirchsteig

KGV Kirchstein (Lüneburg)
Juryvorsitzender Joachim Roemer, LNG-Landesfachberater Peter Kahle, 2. Vorsitzender KGV Kirchsteig Alexander Rehr,
1. Schriftführerin Franziska Ackermann-Koch, Bezirks-Schriftführer Jürgen Schulz, 1. Vorsitzender Hartwig Denkmann,
LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder

KGV-Deutsche-Scholle

KGV Deutsche Scholle (Osnabrück)
LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder, 2. Kassierer Volker Teschenbrock, Obmann Helmut Klune, Vorsitzende BV
Bianca Arnhold 1. Vorsitzender Emil Zuleia, Landesfachberater Peter Kahle, Juryvorsitzender Joachim Roemer.

KGV_Heidkrug

KGV Heidkrug-Iprump (Delmenhorst)
LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder, Günter Budelmann, Heinz Winzer, 1. Vorsitzende Margot Klär, Giesela Riesmeyer, Landesfachberater Peter Kahle, Juryvorsitzender Joachim Roemer.

Gf-Ochtersum

Gartenfreunde Ochtersum (Hildesheim)
LNG-Präsident Hans-Jörg Kefeder, Clemens Widrinka, Bürgermeisterin Ruth Seefels, 2. Vorsitzender Reiner Radtke, Dr. Christiane Schlaps, Bezirksvorsitzender Hans-Joachim Handelmann, Landesfachberater Peter Kahle, Juryvorsitzender Joachim Roemer.

Gf-Vier-Linden

Gartenfreunde Vier Linden (Hildesheim)
1. Vorsitzender Walter Fröbel, Hubert Schmidt, Bürgermeisterin Ruth Seefels, Silke Wolff, Swen Mesick, Bezirksvorsitzender Hans-Joachim Handelmann, Landesfachberater Peter Kahle, Juryvorsitzender Joachim Roemer.

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Informationen Bundeswettbewerb 2014

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