NDS102015-Minister-1

Gruppenbild mit Minister Meyer
Foto: Burgath

 

Minister Meyer: Landesförderung wird fortgesetzt
Erfolgreiches Treffen im Landwirtschaftsministerium

In Niedersachsen ist das Landwirtschaftsministerium für das Kleingartenwesen zuständig. Für das im April neu gewählte Präsidium war es wichtig, sich dem Minister vorzustellen und über gemeinsame Themen zu sprechen.

Am 27. August war es soweit. Auf Einladung von Minister Christian Meyer trafen sich die Lande
sverbände Braunschweig, Niedersachsen und Ostfriesland im großen Sitzungssaal.

Für den LNG nahmen Präsident Joachim Roemer, Vizepräsident Wolfgang Schümann und Landesgartenfachberaterin Miriam Soboll teil. Der Landesverband Braunschweig war durch seinen Vorsitzenden Manfred Weiß, seinen Stellvertretend Matthias Meurer, Landesfachberater Kurt Kasten sowie Andreas Hildebrandt vom Bezirksverband Hannover (Stadt) vertreten. Für den Landesverband Ostfriesland hatte dessen Vorsitzender Joachim Glade am Tisch Platz genommen.
Minister Meyer zur Seite saß Referatsleiter Alexander Burgath, mit dem die Landesverbände seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen arbeiten.
Minister Meyer machte gleich zu Anfang deutlich, die Landesförderung in Höhe von 50.000€ wird fortgesetzt. Die Abwicklung von Förderanträgen für Seminare und Veranstaltungen wird auch kün
ftig in der Hand der Niedersächsischen Gartenakademie liegen. Damit ist eine hervorragende Grundlage für die künftige Schulungsarbeit gegeben. Der LNG wird die Mittel nutzen um auch gemeinsamen mit den beiden anderen Landesverbänden ein- und mehrtägige Seminare zur Vereinsführung und -verwaltung, zur Fachberatung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und weiteren Kleingarten relevanten Themen anzubieten.

Die zweite gute Nachricht vom Minister war, wir sehen uns bald wieder. Neben einem regelmäßig stattfindenden Minister
empfang ist ein Treffen mit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf zum Thema Integration geplant. Auf offene Ohren stieß auch der Vorschlag des LNG, ein Arbeitstreffen mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und weiterer Ministerien und Institutionen durchzuführen. Der Minister erklärte sich bereit, dass sein Haus zu einem ersten Treffen einlädt. Wunsch des LNG ist es, das die niedersächsischen Landesverbände der Gartenfreunde gemeinsam mit dem Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund, dem Niedersächsischen Städtetag, dem Landkreistag und den Fachministerien einen Leitfaden für das Kleingartenwesen in Niedersachsen entwickeln. Zum Einstieg wäre es sehr hilfreich sein, wenn die Einladung vom zuständigen Fachministerium vorgenommen wird.

Unterstützung signalisierte Minister Meyer auch bei den weiteren Gesprächsthemen. Bei Angelegenheiten, die das Kleingartenwesen berühren könnten, soll eine frühzeitige Einbindung der Landesverbände erfolgen. Dafür will er sich auch bei den anderen Kabinettsmitgliedern einsetzen.

So soll beim Umweltministerium dafür geworben werden, bei den Themen Biodiversität und Arte
nvielfalt die Bedeutung der Kleingartenanlagen anzuerkennen. Das für den Wohnungsbau zuständige Sozialministerium soll die Erhaltung wohnungsnaher Kleingärten im Blickpunkt haben.

Damit, so hoffen die Landesverbände, werden die Bedeutung des Kleingartenwesens in der Gesellschaft und die umfangreichen positiven Wirkungen die die Vereine mit ihren Mitgliedern und Anlagen ausstrahlen, stärker in den Focus von Landes- und Kommunalpolitik gerückt.

Auch zum Thema Kommunalinvestitionsförderungsgesetz wusste der Minister positives zu Beric
hten. Dort, wo Kleingärten aufgrund von zum Beispiel Bevölkerungsrückgang zurückgebaut werden müssen, können die Kommunen Fördermittel dafür einsetzen. Für die betroffenen Vereine wäre dies eine große Hilfe.

Den Anfang des Gespräches hatten aber zwei Themen belegt, die dem Minister selber sehr am Herzen liegen: der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, die den Wirkstoff Glyphosat enthalten und die Verwendung torffreier Erden. Glyphosat ist in vielen Unkrautvernichtungsmitteln (Herbiziden) enthalten, zum Beispiel im weit verbreiteten Mittel Roundup und gilt als krebsauslösend.

Die Landesverbände wiesen darauf hin, dass der Einsatz von Herbiziden über viele Gartenordnungen grundsätzlich verboten ist. Das Thema wird auf den Fachberaterschulungen behandelt. Auch beim Einsatz torffreier Erden werden die Verbände unterstützen. Der Einsatz von Kompost ist in den Gärten verbreitet. Und auch bei Balkon- und Kübelpflanzungen soll über Alternativen beraten werden. Der Minister lud dazu ein, am Niedersächsischen Torfersatzforum mitzuwirken. Die Landesverbände können jeweils einen Vertreter in die Arbeitskreise entsenden.
In seiner Begrüßung hatte Landwirtschaftsminister Meyer erklärt, dass ihm das Kleingartenwesen sehr am Herzen liege. Der Gesprächsverlauf zeigte, dass das nicht nur Worte waren. Die offene Diskussion und die erzielten Ergebnisse werden sich auf die weitere Zusammenarbeit sicherlich sehr positiv auswirken. Wir dürfen uns auf das nächste Treffen freuen. J.R.
BU
 

Banner LNG 26_05_2015_1