LNG on air
Gartenfreunde bei NDR I Radio Niedersachsen
"Guten Abend. Herzlich Willkommen zu unserem Ratgeber "Kleingärten". Regine Stünkel, Radiomoderatorin bei NDR I Radio Niedersachsen war gut gelaunt. Im Studio in Hannover saß sie zusammen mit LNG-Präsident Joachim Roemer und dem Vorsitzenden des Landesverbandes Braunschweig und plauderte über das Kleingartenwesen.

Nach vier Jahren war es wieder einmal soweit. NDR I rief die Hörerinnen und Hörer auf anzurufen und Fragen rund um das Thema Kleingarten zu stellen. Die Ratgebersendung findet große Resonanz. Themen wie Steuern, Gesundheit und rechtliche Fragen locken an den Lautsprecher.

Die Aufzeichnung der einstündigen Abendsendung begann um neun Uhr. Die Morgenmoderatorin kündigte die Beratungssendung an, forderte dazu auf, im Studio anzurufen. "In den vielen Kleingärten in Niedersachsen herrscht jetzt an schönen Tagen Hochbetrieb. Tomaten, Zucchini, Kirschen und Erdbeeren werden geerntet. Kleingärten liegen im Trend." Damit wurde deutlich, worum es an diesem Tag ging. Zwei Live-Interviews führten in das Thema ein.

Als Vorsitzender des Landesverbandes Niedersächsischer Gartenfreunde (LNG) durfte ich den Anfang machen. Drei Fragen, drei Minuten Zeit. Dann musste alles gesagt sein.

"Welche Vorteile hat ein Kleingarten? Wie wird mit Vorschriften im Kleingarten umgegangen? Wie komme ich überhaupt an eine Parzelle?" Bei den Antworten ging es um aktive Freizeitgestaltung, die Freude am Gärtnern, gesunde Ernährung und den Spielort für Kinder. Es ging um das Bundeskleingartengesetz, das die Anlagen schützt und den Pachtpreis niedrig hält. Aber auch um Regelungen, die in einer Gemeinschaft wichtig sind und die sich die Vereine in einer Gartenordnung selber geben. Zur Frage, ‚wie ich an einen Kleingarten komme‘ mussten die regionalen Unterschiede in Niedersachsen berücksichtigt werden. In einigen Kommunen gibt es Wartelisten, lässt sich der Wunsch nach einem Garten oft nicht sofort erfüllen.

Die Moderatorin leitete von den Antworten über auf die Aufforderung anzurufen. Bis zum Mittag seien die Telefone besetzt, geben Experten des LNG und des Landesverbandes Braunschweig Auskunft. Experten an diesem Morgen, das waren Hildegard Marquardt und Waldemar Tessmann vom Bezirksverband Hannover (Land), LNG-Vizepräsident Wolfgang Schünemann sowie Thomas Schrader vom Bezirksverband Hannover.

Sie saßen im Dachgarten des Studios mit Blick auf den Maschsee und warteten auf die Anrufe.

Um kurz vor elf dann das zweite Live-Interview. Diesmal antwortete Manfred Weiß, Vorsitzender des Landesverbandes Braunschweig auf die Fragen, die sich um die Kosten eines Gartens, die häufig angesprochene Drittelnutzung und die Hilfe für Gartenanfänger drehten.

Das Interview endete mit der Ankündigung, dass die Telefone noch bis zwölf Uhr besetzt seien. "Viele weitere interessante und ausführliche Tipps zum Thema Kleingarten hören Sie heute Abend im Ratgeber bei uns ab 19:05 Uhr und auch dann können Sie wieder anrufen."

Mittags wurde erste Bilanz gezogen. Ralf Walter, Ressortleiter Beratung und Service bei NDR I Niedersachsen war zufrieden. Die Interviews waren gut gelaufen. Hörer fragten nach praktischen Gartentipps und suchten Rat zum Beispiel zu den Ruhezeiten in einem Verein.

Im Studio hatte Moderatorin Regine Stünkel während des Vormittags mit Manfred Weiß und mir die Abendsendung aufgezeichnet. Warum sind Sie von Ihrem Garten begeistert? Sind Kleingärten ideal, um mal etwas Besonderes auszuprobieren? Welche Pflanzen sind da beispielsweise geeignet? Inwiefern tragen Kleingartenanlagen zur Integration bei? Wie kann ich meinen Garten pflegeleicht gestalten? Worüber muss ich mir Gedanken machen, wenn ich einen Garten pachten möchte?“ Das Spektrum der Fragen war vielseitig. Die Fachberatung in den Vereinen für Neugärtner war ein wichtiges Thema. Auch nach der Teilnahme an Mitgliederversammlungen wurde gefragt.

"Sind Kleingärtner gesellig? Welche Gemeinschaftsaktionen gibt es in einem Kleingarten? Und welche Regelungen gibt es für die Versorgung mit Strom und zu Toiletten?" Regine Stünkel machte deutlich, dass sie es mit dem Begriff Experten ernst meinte. Es war schon eine Herausforderung jeweils eine kurze und präzise Antwort zu geben.

Die Fragen machten aber auch Themen deutlich, die der LNG in seinen Schulungen den Vorständen vermitteln will. Man muss das Thema Kleingartenwesen, die Vorschriften und Regelungen erklären können, damit sie für die Mitglieder oder für Interessenten verständlich sind. Nur so kann man von der Notwendigkeit und der Einhaltung überzeugen.

Die Interviews wurden begleitet von einer Reportage aus einer Osnabrücker Kleingartenanlage. Über den Gartenzaun wurde gefragt, warum haben Sie einen Kleingarten gepachtet und was finden Sie an diesem Hobby so toll? Die Antworten waren eine hervorragende Werbung für das Kleingartenwesen. Mehr als begeisterte Mitglieder kann man sich kaum wünschen.

In der abendlichen Sendung wurde immer wieder auf die Telefonnummer hingewiesen, unter der auch ab 19 Uhr wieder angerufen werden konnte. Diesmal saßen neben Hildegard Marquard und Waldemar Tessmann auch Landesfachberaterin Miriam Soboll, Rolf Köller vom BV Hannover Land und vom Landesverband Braunschweig Claudia Heger und Andreas Hildebrandt am Telefon.

Miriam Soboll fasste nach einer Stunde zusammen, was die Hörerinnen und Hörer wissen wollten. Das Wissen der Fachberatung war gefordert, wenn es um den Schnitt von Hortensien, Rhododendren und Clematis ging. "Wie bekämpfe ich Rosenrost, Schnecken oder die weiße Fliege im Gewächshaus? Mein Tränendes Herz blüht nicht, die Fruchtansätze der Zucchini fallen ab und auch der Apfelbaum wirft seine Früchte ab."

Antworten wollten die Anrufer auch zu vertraglichen Themen hören. "Wie ist die Laubengröße festgelegt? Muss ich bei Gartenabgabe zurückbauen? Wie ist die Gartenbetreuung nach erfolgter Kündigung geregelt?" Selbst Fragen zur Barrierefreiheit von Kleingartenanlagen und zum Gemeinschaftssinn im Verein wurden gestellt.

Die Beratungsaktion machte deutlich, das Thema Kleingarten ist in Niedersachsen nach wie vor interessant. Viele Menschen habe Freude am Gärtnern, pflanzen Obst und Gemüse, möchten auch ernten. Naturnahes Gärtnern, der Anbau von unbelastetem Obst und Gemüse liegt im Trend.

Im Gespräch mit der Moderatorin Regine Stünkel zeigte sich auch, dass es kaum Alternativen zum Kleingarten gibt, wenn man kein eigenes Grundstück besitzt. Urban Gardening, die gemeinschaftliche Nutzung freier Flächen und der Anbau in Dosen und Kästen ist kein wirklicher Ersatz, wenn man seinen eigenen Garten gestalten und bewirtschaften will.

"Das Thema Kleingärten ist für unsere Hörerinnen und Hörer wichtig", resümierte Ralf Walter am Tag nach der Sendung. Bestimmt wird es eine Wiederholung geben. Wir dürfen uns darauf freuen, denn einen besseren Platz um Werbung für das Kleingartenwesen zu machen, gibt es kaum.
Joachim
Roemer
BU

 

Roemer-NDR-Beratung-08.2015 (5)
Roemer-NDR-Beratung-12.08.2015 (1)

Moderatorin Regine Stünkel im Gespräch
mit Manfred Weiß (li) und Joachim Roemer
Foto: Walter

 

Beratung bei NDR I Niedersachsen
(v.l.n.r.) Wolfgang Schünemann, Ralf Walter,
 Manfred Weiß, Thomas Schrader, Hildegard Marquardt
und Waldemar Tessmann
Foto: Roemer

 

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